|  | Journalistische Arbeiten von Peter Bastian | Wählen Sie hier anhand der Textanfänge aus: | Abseits vom Sommer-Festivalreigen I: Clusone - die Piazza und der Jazz
| Drei Wochen - sieht nach viel Zeit aus. Doch, vollgestopft mit drei Festivals, ist die Zeit, die man nur für sich hat, jene, die man sich zwischen den Festivals zu eigen macht, indem man mal einen Festivaltag einen Festivaltag sein lässt und statt dessen die landschaftlichen Schönheiten Südeuropas auf sich wirken lässt. (...) Aus: Jazz-Thetik. Magazin für Jazz und Anderes, 10/94
| Abseits vom Sommer-Festivalreigen II: Assier - das Dorf und der Jazz
| Die herrliche Natur zwischen Turin (ab hier nur noch Landstraße) und Assier lassen uns die Müdigkeit, verursacht durch die langen Festivalnächte in Clusone schnell vergessen. Die zwei Tage Pause von der Musik tun gut. Die Französischen Alpen, die Provence, die Sevennen, die Gorges du Tarn - eigentlich viel zu schade, um nur in zwei Tagen durchfahren zu werden. Aus: Jazz-Thetik. Magazin für Jazz und Anderes, 10/94
| Abseits vom Sommer-Festivalreigen III: Marciac - das Zelt und der Jazz
| Szenenwechsel total: Schon wenn man, von Auch her kommend, in die letzten Kurven hineinfährt, erblickt man es: "Le Chapiteau" - das Zelt. Wie eine Kathedrale des Jazz steht es da, am Dorfrand: Acht Masten, 6.000 Sitzplätze, Leinwände links und rechts der Bühne, eine große in der Mitte des Zeltes. In Marciac ist alles eine Nummer größer - Jazz in XXL. (...) Aus: Jazz-Thetik. Magazin für Jazz und Anderes, 10/94
| "La Banda - Italienisches Blut in deutschen Adern"
| "I also hope to meet you as soon as possible" - als Pino Minafra im Juli 1994 diese Zeilen an "Mr. Achim" schrieb, war für Achim Hebgen eine lange Zeit der Suche und der Ungewissheit beendet und ein wunderbares CD-Projekt geboren, das in Vergessenheit geratene klassische Blasmusik mit Jazz kombinierte. (...) Aus: Jazz-Thetik. Magazin für Jazz und Anderes, 3/98
| Kudsi Ergunger - Ottomania | Einst wurde Kudsi Erguner vom türkischen Botschafter in Paris beschuldigt, er verursache ethnische Probleme, wenn er dort türkische Zigeunermusik spiele. Auch auf seinem Weg, das künstlerische Erbe der Sufis zu erhalten, mußte der in Paris lebende Musiker gegen Widerstände ankämpfen und ungewöhnliche Wege gehen. Der 46jährige Ney-Spieler (Ney: türkische Schilfrohrflöte) ist zugleich Forscher, Buchautor, Lehrer und künstlerischer Berater und arbeitete als Musiker und Komponist für Film- (Martin Scorsese, mit Peter Gabriel), Theater- (Peter Brook) und Ballettmusik (Maurice Béjart). (...) Aus: Jazz-Thetik. Magazin für Jazz und Anderes, 6/99
| "Musik der Welt"
| In der Enge des Raumes: Das Zeltival beim Tollhaus versammelt klingende Namen und Newcomer. Was wäre der Karlsruher Kultursommer ohne das Zeltival? Die Theater haben ihre Pforten geschlossen, die meisten Kultureinrichtungen machen Sommerpause. Da könnte man meinen, daß es für all diejenigen mager aussieht, die den Sommer in der Fächerstadt verbringen. Doch im Zelt neben dem Tollhaus gibt es vom 5. Juni bis 8. August internationale und erstklassige Kultur satt. (...) Aus: Zeitung zum Sonntag, 4.7. 1999
| "Himmelsflug mit 'Mahavishnu' "
| John McLaughlin und "Shakti" begeisterten beim "Zeltival". Strahlende Gesichter nach einem zweieinhalbstündigen Konzert, auf der Bühne, wie im Publikum. Eintausend Zuschauer im ausverkauften Tollhaus-Zelt stehen auf, um zu applaudieren und zu jubeln. Sie sind hingerissen, taumeln immer noch ob der Schönheit, der Virtuosität und der Energie, die da soeben verklungen ist. Viele bleiben noch zu einem Getränk, müssen ihre Begeisterung im Gespräch mit Freunden noch in Worte fassen. Das Bewußtsein, gerade einem ganz besonderen Ereignis beigewohnt zu haben, ist überall herauszuhören. (...) Aus: Badische Neueste Nachrichten, 24./25. 7. 1999
| "Voodoo-Zauber eines Musikwunders"
| Brasiliens Gesangsstar Carlinhos Brown begeisterte beim "Zeltival" Damit all jene, die nicht da waren, gleich wissen, was sie verpasst haben: Mit Carlinhos Brown betrat jetzt ein Musiker die Zeltival-Bühne, der noch Tollhaus-Geschichte schreiben wird. Sein Konzert muss jetzt schon zu den Perlen der ohnehin langen Liste der Tollhaus-Höhepunkte gezählt werden. Der Auftritt mit seiner 16-köpfigen Bigband war Voodoo pur. (...) Aus: Badische Neueste Nachrichten, 4. 8. 99
| Wolfgang Muthspiel
| Mit 34 Jahren ist er der Senior der nachgewachsenen österreichischen Gitarristen und er hat internationalen Erfolg. Mancher österreichische Kollege wirft ihm seinen geringen Kontakt zur heimatlichen Szene vor, doch das stört ihn nicht. Schließlich lebt er in New York City. Im Duo mit seinem Bruder Christian und in eigenen Projekten, deren Besetzungen vorwiegend aus amerikanischen Musikern bestehen, deckt Wolfgang Muthspiel das weite Feld zwischen Free und Latin Music ab. (...) Aus: Jazz-Thetik. Magazin für Jazz und Anderes, 12/99
| Castel del Monte - Der Respekt vor der Stille
| "Zona habitata", bewohntes Gebiet, warnt ein Verkehrsschild auf dem Weg von Ruvo di Puglia zum Castel del Monte. Unendlich scheinende gerade Strassen, die einst an den Rändern von großen Besitztümern entlang führten, zerteilen die karge und doch liebliche Landschaft Appuliens. Lange Steinmauern und "Trulli", Iglu-förmige Steinhäuschen auf den Feldern in diesem Teil Italiens zeigen an, dass man weit gereist ist. Schon von weitem (Linda Bsiri: "Es ist schön, das Schloss näherkommen zu sehen.") sieht man das in der Abendsonne golden leuchtende Achteck auf seinem einsamen Thron, einem gleichmäßigen, 540 Meter hohen Kegelstumpf, dem einzigen Berg in der weiten Ebene. (...) Aus: Jazz-Thetik. Magazin für Jazz und Anderes, 11/99
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